13.01.2015

¿Voy a viajar a México?

¡Mi "aventura" comienza!
Liebe Leserinnen und Leser,

nach einer mehrwöchigen Pause, die voll war mit Univerpflichtungen und Feiertagen, und nach den Weihnachtsferien, die ich traditionell in digitaler Abstinenz verbringe, melde ich mich für das neue Jahr zurück. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Erfolg und Fröhlichkeit für 2015!

Im noch frischen Jahr möchte ich knackig kurz beginnen (zumindest für meine Verhältnisse). Was sich in den letzten Monaten klammheimlich durch mein Leben gezogen hat und zwischen all den universitären Aufgaben immer wieder meine Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen suchte, wird wohl allmählich offiziell. Vielleicht aber auch ganz und gar nicht so langsam, sondern stattdessen rasant und schnell und mit der Wucht einer Planierraupe.

Ende September habe ich mich für einen Freiwilligendienst im Ausland beworben. Einerseits ad hoc, aber andererseits nur die logische Konsequenz eines jahrelang gehegten Wunsches.

Nachdem ich infolgedessen zu einem Kennenlerntag im Herbst eingeladen wurde und darauf die erste Zusage von deutscher Seite aus bekam, schien die erste Hürde gemeistert. Da war es noch Euphorie, die mich beseelte, war ich meinem Ziel doch endlich einen Schritt näher gekommen. Ein weiteres Auswahltreffen im Dezember - diesmal bei einer anderen deutschen Organisation - brachte mir eine zweite deutsche Zusage ein. Die Euphorie war in der Pause zwischen den Terminen zu einem Hintergrundkribbeln abgeflaut, das ich beliebig aus seinem Gedankenkabuff hervorholen und ebenso zügig wieder darin einschließen konnte. Denn zeitgleich hatte ich ein Semester zu bestreiten und zwischen den beiden Terminen lagen zwei große, besorgniserregende Prüfungen. Während ich für die erste bereits eine erfreuliche Note erhalten habe, bange ich noch um die zweite und sehe doch bereits in Richtung Februar, der mit einer weiteren Prüfung bereits auf mich lauert.

Diese Woche kam sie dann, die Zusage der Aufnahmeorganisation und gleich dazu die Bitte um die Zusendung der unterzeichneten Verträge - krawumm. Da war sie wieder die Planierraupe. Konnte das denn möglich sein, dass ich die Erfüllung dieses mindestens zwölf Jahre lang sorgsam gehegten und gepflegten Wunsches, doch noch "einfach so" erleben würde? Nach all den Jahren kommt es mir fast unwirklich vor, war mein Wunsch doch schon längst zu einem Traumgebilde geworden. Eines von denen, die einem entgleiten, sobald man nach ihnen greift.

Vielleicht bemerken Sie gerade, wie es mir an diesem Wochenende erging. Es kam mir so vor, als redete ich mir die Erfüllung meines eigenen Wunsches selbst aus. Wie verrückt war denn das! Es kam mir so vor als gehörte ich zu den Menschen, die ein Leben lang über unerfüllte Sehnsüchte klagen, aber in den entscheidenden Momenten ihres Lebens die Hände in den Schoß legten, anstatt die Chancen zu ergreifen, die an ihnen vorüberzogen. Ist das nicht Ausrduck wahrhaftigen Kleinmuts? Wenn es einen Weg zur Bitternis gibt, dann muss dies die Abzweigung dorthin sein.

Tatsächlich gibt es keinen Garant dafür, dass die Erfüllung von Wünschen einen selbst erfüllt. Je länger wir uns einen Wunschtraum ausmalen, desto verschnörkelter und weichgezeichneter wird er wohl werden. Die Krux an der Sache ist, dass ein unglücklich erfüllter Wunsch Platz für frische Wünsche schafft, ein niemals erfüllter Wunsch einen jedoch wie ein böser Geist durchs Leben begleitet.
Aber überall da, wo es Risiken gibt, verstecken sich auch Chancen und je mehr wir in die Chance investieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines gutes Ausgangs und das ist dann nicht mehr die zufällige Erfüllung eines Wunsches, sondern persönlicher Erfolg.

Vor ein paar Tagen war der Geburtstag meiner besten Freundin. Ein guter Tag, um einen Vertrag zu unterzeichnen, finde ich. Auf jeden Fall kein schlechter. An ein gutes Omen glaube ich hier zwar nicht, aber ich glaube weiterhin an meinen Traum und fürs erste soll mir das reichen.

Herzliche Grüße
Vej
jcHgro <a href="http://jhqufcookztg.com/">jhqufcookztg</a>, [url=http://qcyqvqwqbfay.com/]qcyqvqwqbfay[/url], [link=http://vwmsprbtlqxm.com/]vwmsprbtlqxm[/link], http://cbapfohzytta.com/
uduwmx 22.08.2017 - 19:12 Uhr
Sin duda la mejor opción que pudiste haber tomado ya si México es de los países más hermosos y con una cultura inmensa, con gente maravillosa y lugares increíbles que te dejan maravillado con la hermosura que poseen
Felicidades por esta decisión y sigue disfrutando de México
Saulito 24.06.2016 - 05:46 Uhr
Liebe Vej! Ein wundervoll geschriebener Beitrag, der eines der Kernprobleme unserer Generation - die ständige Angst vor der Erfüllung eigener Träume und die damit verbundene Perspektivlosigkeit und Bitterkeit, wenn diese niemals in Angriff genommen werden - hevorragend widerspiegelt. Einige Passagen lassen sich tatsächlich sogar als Postkarten-Motivationsspruch verwenden! :) Vielen Dank für diesen Beitrag! Mehr, mehr!!
Rosie 26.02.2015 - 14:42 Uhr
:) Auch von mir nochmal "Herzlichen Glückwunsch"! Du hast es wirklich verdient und "einfach so" ist der Wunsch nicht in Erfüllung gegangen! Hat sich der Verlauf deiner Wunscherfüllung wirklich wie Wucht einer Planierraupe oder vielleicht doch wie die einer Leihdraisine angefühlt? :P
Sofi 15.01.2015 - 14:49 Uhr
Das hast du sehr schön geschrieben, Vera! Und ich gratuliere Dir, dass Du die Initiatve ergriffen hast und Dich nun auf den Weg machst, den Du immer gehen wolltest. Mit folgender Aussage "Die Krux an der Sache ist, dass ein unglücklich erfüllter Wunsch Platz für frische Wünsche schafft, ein niemals erfüllter Wunsch einen jedoch wie ein böser Geist durchs Leben begleitet." hast du voll ins Schwarze getroffen!
Liebe Grüße,
Julia
Julia 13.01.2015 - 20:32 Uhr
Wenn man das Ganze so sieht, bekommt es eine völlig andere Bedeutung.
Schön, dass Du das veröffentlich hast und Deine Gedanken mitteilst.
Das hilft auch mir ein wenig... ;)
Ich freu mich für Dich und fieber weiterhin mit Dir!!!
Möhre
Möhre 13.01.2015 - 19:10 Uhr








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